Umfrage: Verdeckter Stellenmarkt führt zum Erfolg!

Erfolgreiche Netzwerk-Bewerbungen. Quelle: Kexpa

50 Prozent der Netzwerkbewerbungen führen zum Vorstellungsgespräch, 90 Prozent davon zur Einstellung

Anteil der Bewerbungen per Netzwerk. Quelle: Kexpa 2015
Anteil der Bewerbungen per Netzwerk. Quelle: Kexpa 2015

Eine Umfrage von Kexpa E-Books hat ergeben, dass 50 Prozent der Befragten einer Online-Umfrage mit einer Netzwerk-Bewerbung Erfolg hatten und zum Vorstellungsgespräch
eingeladen wurden. Bei der Netzwerk-Bewerbung handelt es sich um eine Bewerbung, bei der ein Bewerber über persönliche Kontakte und/oder soziale Netzwerke (Facebook, Twitter, Xing etc.) ein Stellenangebot bekommen hat.

90 Prozent derjenigen, die über ein Netzwerk vom Unternehmen zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden, wurden eingestellt. „Dies ist eine weit bessere Quote als bei klassischen Bewerbungen üblich“, so Karriereberaterin und Kexpa-Gründerin Svenja Hofert.

Erfolgreiche Netzwerk-Bewerbungen. Quelle: Kexpa
Erfolgreiche Netzwerk-Bewerbungen. Quelle: Kexpa

„Bei klassischen Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen sind es eher 20 bis 25 Prozent, die vom ersten in den zweiten Auswahlschritt kommen.“

Folgende weitere Ergebnisse hatte die zwischen Februar und März via Internet durchgeführte
Umfrage:

 

 

1. Bewerber finden über ihr Netzwerk eine neue Stelle, ohne aktiv danach zu suchen und sind langfristig zufrieden

Jobzufriedenheit nach Netzwerk-Bewerbung. Quelle: Kexpa
Jobzufriedenheit nach Netzwerk-Bewerbung. Quelle: Kexpa

Antworten auf die Frage „Wurde Ihnen die Stelle angeboten (passiv) oder haben Sie die Stelle
eigeninitiativ gefunden (aktiv)?“ zeigten mit 55 Prozent, dass Stellen über persönliche Kontakte
einem Bewerber eher angeboten worden sind, dieser also nicht aktiv danach gesucht hat. Die
befragten 84 Bewerber steigen in den neuen Job zu 32 Prozent als „sehr hoch“ zufrieden und zu 50 Prozent „hoch“ zufrieden ein. Diese Einstellung ändert sich im Laufe der Anstellung zu 42 Prozent nicht. Zu 26 Prozent steigt sie weiter an. „Ein persönlicher Kontakt im Rahmen einer Netzwerkbewerbung bietet dem Bewerber deutliche Informationsvorteile in Bezug auf die Unternehmenskultur, die interne Unternehmenslage oder die Stimmung in den Abteilungen eines Unternehmens. Klar, dass die Anstellung weniger negative Überraschungen bereithält“, so Karriereberaterin und Kexpa-Gründerin Svenja Hofert.

2. Netzwerk bietet Vertrauensvorschuss

Qualitative Antworten zu Vorteilen wie „Persönlicher Kontakt, bereits Vertrauen aufgebaut“, „beide
Seiten wussten, worauf sie sich einlassen“, „Vertrauensbonus, weil sich Beteiligte am Prozess
persönlich kennen“, „Empfehlung basiert auf Vertrauen“ oder „Vertrauensvorschuss“ lassen
vermuten, dass der Faktor Vertrauen bei vielen Bewerbungen über einen Kontakt entscheidend ist.
„Dies verwundert nicht, da der Bewerber ja bereits bekannt ist. Unangenehme Überraschungen sind so auch für die Unternehmen seltener “, sagt Svenja Hofert.

3. Netzwerk-Bewerber pflegen ihre Bekanntschaften mindestens genauso wie ihre
Freundschaften

Kontaktpflege beim Netzwerken
Kontaktpflege beim Netzwerken. Quelle: Kexpa

Um das Netzwerk-Verhalten genauer einzuordnen, wurde abschließend gefragt, zu welchem Personenkreis die Befragten einen regelmäßigen und aktiven Kontakt pflegen. Der regelmäßige, aktive Kontakt bedeutet, dass der Befragte zumindest alle drei Monate einen bestimmten Netzwerkpartner kontaktiert. Von den fünf Antwortmöglichkeiten tendiert die Netzwerk-Aktivität zu 50 Prozent dazu, den Kontakt eher zu ihren Bekannten als zu Freunden zu halten. Das bedeutet, dass
Jobangebote aus dem persönlichen Netzwerk zu einem Großteil seitens der Bekanntschaften kommen. 26 Prozent der Befragten gaben an, sie würden in etwa zu so vielen Freunden wie Bekannten Kontakt halten. „Man kann daraus auch das Fazit ziehen, dass aktive Netzwerker sich vor allem auch dadurch auszeichnen, dass sie Bekanntschaften pflegen. Und dass sie genau davon profitieren“, so Hofert.

4. Netzwerk-Bewerbungen sind bequemer

Auf Bewerberseite geschätzt ist vor allem die Effizienz dieses Bewerbungsweges. Darauf deuten
Antworten hin, wie „kein aufwändiges Lebenslauf-Schreiben“ und „unkomplizierter
Bewerbungsprozess“. Den Antworten zu Nachteilen einer Bewerbung per Netzwerk lassen sich durch Mehrfachnennung ebenfalls Kategorien zuordnen. Auszüge wie „schwierig für denjenigen, der empfiehlt, weil er ein Erfolgsversprechen gibt“ könnten demnach bedeuten, dass sich der
Vertrauensvorteil für den Bewerber als riskanter Vertrauensvorschuss seitens der Kontaktperson
widerspiegelt.

PS: Du willst konkrete Beispiele? Die findest du in unseren Netzwerk-Geschichten!