Selbstmarketing für Journalistinnen. Crowdspondent zeigt, wie´s geht.

Ein tolles Beispiel dafür zeigt die Internetpräsenz crowdspondent.de der beiden Journalistinnen Steffi Fetz und Lisa Altmeier, Absolventinnen der Deutschen Journalistenschule in München:

Screenshot Crowdspondent.de
Screenshot Crowdspondent.de

Die beiden schreiben ihre Geschichten im Team und berichten darüber auf ihrer Website. 2013 bekamen sie für ihr Projekt einer Brasilienreise ein Stipendium der Vocer MediaLabs. Drei Monate lange reisten sie im Auftrag ihrer Leser durchs Land und berichteten darüber. Sie drehten Videos, schrieben darüber und erstellten Podcasts. Das Projekt machte ihnen so viel Spaß, dass sie es unbedingt weiterführen wollten, diesmal mit einer Deutschlandreise. Mit einer eigenen Sendung auf EinsPlus verdienen sie jetzt auch Geld mit ihrem Projekt. Beide sagen: »Wir haben das Gefühl, dass sich jede Minute lohnt, die wir in Crowdspondent stecken. Weil wir dabei viel lernen, weil wir dadurch
unabhängig sind und mittlerweile auch, weil wir damit Geld verdienen.« Ihre Beiträge kannst du nicht nur auf der Website finden; ihre Videos sind auf YouTube und die Podcasts bei Soundcloud eingebunden. Über Neuigkeiten halten dich die beiden auf Facebook und Twitter auf dem Laufenden.

Linktipp: Wer mehr zum Thema „Selbstmarketing für Journalisten“ lesen möchte, empfehle ich unbedingt die Seite www.fitfuerjournalismus.de von Bettina Blass und Timo Stoppacher.

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Das Ziel: Traumjob in der PR. Das Ergebnis: erreicht. Der Weg: Xing, Telefon und Biss.

Judith Peller
Judith Peller

Als Judith Peller, Pressesprecherin bei Wax in the City, bei ihrer Jobsuche nach zwei Enttäuschungen mit ihren letzten Arbeitgebern überlegte, was ihr beim nächsten Job wirklich wichtig wäre, stellte sie fest: Ich will es nicht weit zur Arbeit haben! Also machte sie sich auf die Suche.

JUDITH PELLER, PRESSESPRECHERIN BEI WAX IN THE CITY:

»Nachdem ich nach Ende des Studiums zweimal Pech mit meinen Arbeitgebern hatte, setzte ich mich hin und versuchte erst einmal herauszufinden, was mir denn wirklich wichtig bei meinem nächsten Job wäre. Ich wusste damals nicht viel darüber, was ich wollte – außer, dass meine Arbeitsstelle nicht mehr als zehn Minuten von meiner Wohnung sein sollte. Ich suchte also nach Unternehmen im Umkreis meiner Wohnung, die mich spontan interessierten. Eines der Unternehmen, das ich fand, war Wax in the City. Vier weitere kamen ebenfalls in die engere Wahl – auch wenn die Entfernung mit 20 bis 30 Minuten
etwas größer war.
Bei XING schrieb ich nun fünf Mitarbeiter aus diesen Unternehmen an. Nur zwei meldeten sich auf meine Nachricht, eine davon war eine ärgerliche Antwort mit dem Vorwurf, ich wolle mir Interna erschleichen. Die zweite Antwort war
positiv: Eine Mitarbeiterin von Wax in the City schrieb mir zurück, wir tauschten uns über ihre Arbeit und meine Motivation aus, und ich begann, mich für das Unternehmen zu interessieren. Also sprach ich im nächsten Schritt die Geschäftsführerin direkt an und traf mich schließlich auf einen Kaffee mit ihr. Einen Job im Bereich Kommunikation hatten sie damals leider nicht für mich, aber im Lauf des Gesprächs überzeugte sie mich schließlich, mich wenigstens für eine offene Stelle im Bereich Expansion / Franchise zu bewerben – die ich schließlich auch bekam.
Inzwischen bin ich in die Kommunikation gewechselt – ein Traumjob in einem richtig tollen Unternehmen, der mich sehr glücklich macht. Zur Arbeit fahre ich übrigens nur acht Minuten mit dem Fahrrad.«

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Anna Neumann: Von DaWanda zu Pinterest

Anna Neumann

Anna Neumann, im Web auch bekannt unter Anna Sterntaler, verdankt ihren Job beim DIY-Portal DaWanda ihren Aktivitäten im Internet. Anna studierte von 2003 an an der HbK und der TU Braunschweig Kunstwissenschaft, Medienwissenschaften und Amerikanische Literaturwissenschaft und schloss Mitte 2008 mit einem Magister ab. Dazwischen schob sie noch ein Auslandssemester an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona ein.

ANNA NEUMANN, COMMUNITY MARKETING MANAGER, PINTEREST
DACH:

»Bereits während meines Studiums machte ich Praktika bei PR-Agenturen, bei der Frauenzeitschrift Für Sie und dem Museum Hamburger Deichtorhallen, arbeitete als studentische Hilfskraft an der TU Braunschweig und als freie Mitarbeiterin bei der Braunschweiger Zeitung. Ich hatte also schon viel Erfahrung, als ich Mitte 2008 mit dem Studium fertig wurde. Ich fand aber keine Stelle in meinem Wunschbereich Medien und PR. Im gleichen Jahr hatte ich unter annasterntaler.blogspot.de mit dem Bloggen begonnen: Do-it-yourself (DIY), Mode, Berlin,Einrichten – das sind bis heute meine Themen. Hauptsache farbenfroh, kreativ und gerne auch mit einem Augenzwinkern erzählt.«

Ihr Blog und ihr Interesse an Mode und DIY passten genau zu DaWanda in Berlin, fand Anna, als sie sich für ein Praktikum bewarb. »Ich musste schon am Ball bleiben und immer wieder nachhaken«, erzählt sie. Im Praktikum ging alles ganz schnell: Nach zwei Monaten bekam sie bereits eine feste Stelle als Junior Manager Communications angeboten. Sie blieb bis Mitte 2014 bei DaWanda, zum Schluss als Social Media Manager mit eigenem Team. Mittlerweile arbeitet sie bei Pinterest und baut deren Deutschland-Standort mit auf. Auch hier haben sicher ihre
knapp 30 000 Follower ihrer Pinterest-Präsenz und ihr großes Netzwerk ein gutes Argument für ihre Bewerbung geliefert.
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