Netzwerk-Events für Frauen, Teil 1: Panda Karriere-Contest in Berlin

Wenn ich gefragt werde, zu welchen Netzwerk-Events man als Frau hingehen sollte, gibt es natürlich als erstes immer die Antwort: Es kommt darauf an. Natürlich ist es wichtig, als Frau, die Karriere machen möchte, nicht nur auf so genannte Frauen-Events zu gehen. Denn letzten Endes sind gemischte Events wichtig, um da vor Ort zu sein, wo oftmals das Geld und die Macht sitzen. Machen wir uns nichts vor: Bei den reinen Frauen-Events ist das leider eher nicht der Fall.

Es gibt aber eine Reihe von Veranstaltungen, die sich meiner Meinung nach für Frauen lohnen, um sich beruflich und persönlich auszutauschen. Denn manche Themen lassen sich eben leichter unter Frauen besprechen. Und manche Herausforderungen haben eben auch nur Frauen.

Hier also meine subjektive Liste:

panda_rgb_grossPanda-Karriere-Contest für Frauen, April, Berlin: Über die Website we-are-panda.com kann man sich ab Februar in den Kategorien Young Talent und Executive bewerben. Ausgewählt werden jeweils 100 Frauen, die sich an einem Samstag in Berlin treffen. Unterstützt wird das Event von Unternehmen wie IBM, Continental, H&M, Ernst & Young, Deutsche Bahn, die auch vor Ort sind und mit geeigneten Kandidatinnen in Gespräch kommen möchten.

Der ganze Tag ist geprägt von Impulsen, Austausch und Wettbewerb. Nach kurzen Vorträgen, die diesmal von Heidi Stopper, Ex-Vorstand ProSieben/Sat1, Marc Stoffel, demokratisch gewählter CEO von Haufe Umantis, gehalten wurden, starteten die Wettbewerbsrunden. In jeweils drei Fallbeispielen mussten die jeweils zwölf Frauen eine Aufgabe lösen. Dabei wurde jede Gruppe von zwei Beobachterinnen aus Unternehmen bewertet. Dazu kam ein Crowdranking, bei dem sich die Teilnehmerinnen jeder Gruppe selbst beurteilen mussten. Anhand der so gesammelten Punkte werden am Ende je zehn Teilnehmerinnen aus den Young Talents und den Executives zur Schlussrunde geladen. Dort stellen sie sich einer Jury aus vier Unternehmensvertretern bzw. der Letztjahresgewinnerin. Am Ende werden dann die besten drei als Gewinnerinnen gekürt. In diesem Jahr waren das Aimee-Sarah Carstensen bei den Young Talents und Uygar Galbis bei den Executives.

Doch eigentlich tritt der Wettbewerb im Laufe des Tages ein wenig in den Hintergrund, zumindest in den Pausen und vor allem bei der Abendveranstaltung: Es geht nämlich ums Netzwerken! Und zwar ums Netzwerken mit Frauen, die auf Augenhöhe sind, also Karriere machen (wollen), in Führungspositionen arbeiten und die ihren Weg noch lange nicht beendet sehen. Mit denen man selbstverständlich über mauernde Vorstände, die gläserne Decke und Kinderbetreuung nach 18 Uhr sprechen kann. Ohne dass gleich eine Bemerkung in Richtung: „Also, ich möchte meine Kinder selbst erziehen… Bei so einem Job würde ich die ja gar nicht mehr sehen“ kommt. Genau so war es – und das ist gut so.

Fazit: Wer auf der Suche nach Role models ist oder selbst eines sein möchte, sollte sich bei Panda bewerben. Dieser eine Tag wirkt wie eine Vitaminspritze fürs gesamte Jahr! Wenn ich etwas kritisieren müsste, wäre es eventuell die fehlende Internationalität: Noch ein paar mehr Frauen aus dem Ausland könnten für weiteren spannenden Input sorgen.

PS: Hier finden sich noch mehr Eindrücke von Panda: Hier, hier, hier und hier.

PPS: Kennst du selbst noch Karriere-Events für Frauen, die du empfehlen möchtest? Dann einfach kommentieren oder eine Mail schreiben an u.blindert@uteblindert.de.